Die Angst vor “Probelesern” überwinden

Die grösste Angst aller Erstautoren da draussen: Geschriebenes jemanden zu zeigen. Diese Angst muss man jedoch überwinden, wenn man selber ein Buch veröffentlichen möchte. Falls du auf meinem Blog nicht neu bist, weisst du vielleicht schon, dass ich meine Geschichte als Zusammenfassung bereits sehr früh anderen zum Lesen gegeben habe. Gerne kannst du in meinen Blogbeitrag über die Planungsphase mehr darüber erfahren. Hier möchte ich aber darüber reden, wie man diese Angst überwinden kann.

Als ich das erste Mal darüber nachdachte, meine Geschichte jemanden zu zeigen, kamen folgende Fragen in mir auf:

  • Was denken die Anderen über meine Geschichte?
  • Was wenn sie die Geschichte nicht gut finden?
  • Was wenn die Geschichte zu vorhersehbar ist?
  • Was denken die Anderen über mich, wenn sie die Geschichte gelesen haben?

Kommen dir gewisse Fragen bekannt vor? Ich möchte dir hier nun aufzeigen, wieso diese Fragen einfach nur unnötig sind bzw. wie du diese überwinden kannst.

Was denken die Anderen über meine Geschichte?

Nun, ist das nicht der Grund, wieso du es anderen Leuten zum Lesen gibst? Es ist wichtig Feedback zu deiner Geschichte zu erhalten. Natürlich ist es möglich, dass deine Probeleser dann sagen, dass die Geschichte langweilig ist oder eintönig. Aber genau das ist ja der Punkt! So weisst du, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Nimm dies auf keinen Fall als Angriff auf deine Schreibkünste. Jeder Anfang ist schwer und durch Kritik kann man sich verbessern.

Auch bei mir war die eine Katastrophe zu langweilig bzw. ähnelte zu sehr einer anderen. Mir ist das nicht aufgefallen aber meinen Probelesern schon. Ja, natürlich war es scheisse in diesem Moment, weil ich ca. ein Fünftel meiner Geschichte total umdenken musste, aber schlussendlich bin ich froh darum. Wer weiss, vielleicht wird sich mein Buch nun mehr bewähren als wenn ich es so belassen hätte.

Was wenn sie die Geschichte nicht gut finden?

Hier gibt es eine ganz klare Antwort: nicht jeder wird deine Geschichte mögen. So ist es mit jedem Buch, Film oder auch mit der Musik. Es kommt ganz auf den Geschmack an! Ein Tipp ist jedoch, dein Buch jemanden zu geben, der auch Bücher aus diesem Genre liest. Ich habe meine Leseprobe zum Beispiel an Frauen gegeben, da Männer meist kein Interesse an Liebesromanen haben. Macht dir also Gedanken darüber, wem du die Leseprobe gibst, um eine totale Abfuhr zu verhindern.

Kleiner Tipp am Rande: Suche dir auch Leute aus, die keine Angst haben, dir die Wahrheit zu sagen. Meine Probeleser waren meine Familie und Freunde aber ich wusste, dass ich trotzdem auf ein ehrliches Feedback zählen kann. Wenn du dir da nicht sicher bist, dann wähle eine neutrale Person als Probeleser.

Was wenn die Geschichte zu vorhersehbar ist?

Auch diese Frage ist der Grund, wieso du es anderen Leuten zum Lesen geben musst. Meistens hast du als Autor das Gefühl, dass die Geschichte vorhersehbar ist, da du die ganze Geschichte kennst. Deshalb ist eine Drittmeinung umso wichtiger.

Mir war es wichtig, ein Ende zu finden, dass meine Leser überrascht. Deshalb habe ich drei verschiedene Enden geschrieben und meine Probeleser gefragt, welches ihnen am meisten gefällt bzw. am wenigstens vorhersehbar ist. Vielleicht wäre das auch eine Lösung für dich, um diese Angst zu überwinden.

Was denken die anderen über mich, wenn sie die Geschichte gelesen haben?

Obwohl es eigentlich egal ist, was andere Leute über dich denken, kommt diese Frage irgendwann mal auf. Du musst dir somit bewusstwerden, dass die Geschichte keineswegs dich selber wiederspiegelt. Immerhin ist man ja auch kein Serienkiller, nur, weil man ein Buch über dieses Thema schreibt.

Da mein Buch durch meine Erfahrungen inspiriert wurde, habe ich mir besonders viel Gedanken zu diesem Punkt gemacht. Am Ende musste ich aber einsehen, dass die Geschichte, die ich schreibe, völlig anders verläuft, als die Erfahrungen in meinem echten Leben. Ich wurde durch mein Au Pair Jahr und einigen Erlebnissen inspiriert, trotzdem habe ich die wirklichen Erlebnisse so abgeändert, dass sie in die Geschichte passen. Wenn man es geschafft hat, zwischen sich und der Geschichte eine gewisse Distanz zu schaffen, sollte man auch mit dieser Frage keine Probleme mehr haben.


Wenn du dich mit sonstigen Fragen herumschlägst oder dir dieser Artikel nicht ganz geholfen hat, lass es mich wissen! Gerne versuche ich dir zu helfen. Zu kannst mich hier direkt kontaktieren.


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